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Haben Sie schon einmal die schmerzliche Erfahrung gemacht, aus einer Gemeinschaft „rausgedrängt“ zu werden?

Wir fühlen uns niedergeschlagen, wir werden krank, wenn wir nicht mehr dazu gehören dürfen! Das Kinderspiel „Reise nach Jerusalem“ wird auch noch heute an vielen lustigen Kindergeburtstagen gespielt. Dabei wird Kindern bereits im frühen Alter beigebracht: wenn du nicht schneller, besser oder schlauer bist als deine Freunde, gehörst du nicht mehr dazu. Dann bist du draußen. Ist es nicht seltsam, dass den Kindern dieses Spiel Freude macht und sie darüber sogar lachen können?

Die Kinder nehmen das Spiel zwar ernst, sie wissen aber, dass es ein Spiel ist. Dadurch entsteht ein heilsamer Abstand zwischen ihnen und der Wirklichkeit.  Die Kinder beziehen das Erlebnis, ausgegrenzt zu werden, nicht auf sich persönlich. Sie können die Spielrunde verlassen, wann immer sie wollen.

Wenn aus den Kindern Erwachsene geworden sind, ist es aber kein Spiel mehr, die Erfahrung machen müssen, von Freunden, Arbeitskollegen oder sogar von der eigenen Familie ausgegrenzt zu werden. Dann wird es höchste Zeit etwas für sich zu tun.

Dann ist es nämlich kein Spiel mehr, dann ist es echt. 

Es quälen uns dann belastende Gefühle von Unsicherheit und Wertlosigkeit. Wir wollen aber lange Zeit nicht wahrhaben, dass wir etwas unternehmen müssen. Erst wenn Angst- und Stresserkrankungen oder sogar Depressionen hinzukommen, fangen wir an, unser Leben grundlegend in Frage zu stellen.

Wir fragen uns dann: Was kann ich tun, um mein Leben zu ändern?

Wir spielen dann mit dem Gedanken an einen Jobwechsel, an den Wechsel des Partners oder an einen kompletten Neuanfang in einer anderen Stadt.

Es tauchen dann aber auch warnende Stimmen auf: „Du kannst nicht alles aufgeben!“, „Was werden die Anderen sagen?“, „Du darfst doch nicht nur an dich denken!“ Diese Stimmen können so laut werden, dass wir wie gelähmt sind und keine Entscheidungen mehr treffen können. Dann ist die Zeit gekommen, eine Reise in unser inneres Ich anzutreten. Es kann eine Reise sein, die uns wohltut und während der sich das eigene Ich entfalten kann.

Auch ich habe damals mein Leben verändert. Auch ich habe diese Reise in mein inneres Ich angetreten.

Mein erster Weg führte damals nach Ägypten. In der Wüste lernte ich der Stille zu lauschen und sie zu genießen. Ich saß in dem warmen Sand und ordnete meine Gedanken. Und plötzlich musste ich mich über mich selbst wundern: „Ich befinde mich in einem unbekannten Land, mit unbekannten Menschen. Meine Familie ist weit weg, und mein Job belastet mich nicht mehr.“  Es war für mich unbegreiflich, dass ich mir auf einmal keine Sorgen mehr machte und keine Angst mehr spürte. Ich fühlte, wie die untergehende Sonne mich mit ihren warmen Farben umhüllte, während ich mich selbst entdeckte. Mein Selbst und mein Ich, wir waren noch nicht miteinander befreundet. Wir mussten uns erst einmal kennenlernen. Doch als wir uns gefunden hatten, wurde mir klar, dass ich in bester Gesellschaft bin. Seitdem geht mein Reiseabenteuer weiter und weiter geht die Reise zu mir selbst.

Ich bin immer noch unterwegs. Wenn Sie  meine Blogs lesen, begleiten Sie mich dabei. Und vielleicht möchten Sie über Ihre Erfahrungen und über Ihre eigene große Reise erzählen. Schreiben Sie mir eine Email, wenn Sie Rat und Anregungen brauchen, in einen neuen Lebensabschnitt zu starten und auf Ihrem Weg meine Begleitung und Beratung wünschen.  Ich freu mich auf Sie!

Psychotherapie Warburg

Ich biete Psychotherapie und Beratung für Privatpersonen und Unternehmen an.

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2020 Timea Schroff-Spiering © Psychotherapie in Warburg